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Licht lesen: Architektur zur blauen Stunde
Warum wir Häuser am liebsten fotografieren, wenn der Tag geht
von Mathias Arzberger
Wenn die Sonne untergegangen ist, bleibt am Himmel ein tiefes, gleichmäßiges Blau. Gleichzeitig leuchten die Räume von innen. Für etwa zwanzig Minuten sind beide gleich hell – Fassade, Fenster und Landschaft lassen sich dann in einer Aufnahme zeigen, ohne dass etwas ausbrennt oder absäuft.
Diese Minuten planen wir genau: Wir prüfen vorab den Sonnenstand, stellen das Licht in allen Räumen ein und bauen die Kamera rechtzeitig auf. Meist entstehen an einem Abend nur zwei oder drei Motive – dafür die wichtigsten.
Drei Dinge, die wir immer mitnehmen
- Ein stabiles Stativ und einen Fernauslöser
- Eine Liste aller Lichtschalter im Haus
- Geduld – und eine Thermoskanne Tee